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Buchsbaumzünsler

Info Buchsbaumzünsler
Der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) hat sich in Deutschland etabliert und verursacht auch in diesem Jahr wieder massive Fraßschäden an Buchsbäumen und -hecken.
Der Buchsbaumzünsler überwintert als kleine Raupe in einem Kokon zwischen den Blättern des Buchsbaums. Im Frühjahr schaben die jungen Larven an den Blättern und gehen dann in einen Blattfraß über. Sicher zu erkennen ist der Befall an den typischen Gespinsten und Kotresten an Blättern und Trieben. Bei stärkerem Befall kann es bis zum Kahlfraß der Pflanzen kommen. Optisch auffällig ist das Auftreten der großen Raupen Mitte Mai und in der ersten Augusthälfte.
Eine regelmäßige Kontrolle der Buchspflanzen erlaubt das frühzeitige Erkennen des Befalls.
Bei Befallsbeginn oder nur geringem Befall kann das Herausschneiden von befallenen Pflanzenteilen ausreichend sein. Auch mit dem jährlichen Rückschnitt der Buchsbäume im Frühjahr oder Herbst wird bereits ein Teil der Raupen entfernt. Am wirksamsten ist die Bekämpfung in der zweiten Aprilhälfte gegen die überwinternden Raupen bzw. Anfang Juli gegen die jungen Raupen der neuen Generation.
Der angefressene Buchs erholt sich in der Regel von dem Schadfraß und treibt erneut aus.
Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass der Buchsbaumzünsler zwischenzeitlich in Deutschland fast flächendeckend verbreitet ist und daher jährliche Behandlungsmaßnahmen einzuplanen sind.*

Entsorgung von befallenen Buchsbaum im Landkreis Leer
Mit Buchsbaumzünsler befallene Pflanzenteile und Schnittgut gehören nicht auf den eigenen Komposthaufen. Bei der Eigenkompostierung werden die für die Abtötung der Raupen erforderlichen Temperaturen nicht sicher erreicht.
Anders ist dies bei der Kompostierung in professionellen Kompostanlagen. Hier wird der Schädling durch die hohen Temperaturen in den Mieten sicher abgetötet.
Um eine Ausbreitung der Raupen zu vermeiden, ist jede unnötige offene Lagerung zwischen Schnitt und Entsorgung zu vermeiden.
Für die Entsorgung befallener Pflanzenteile empfehlen wir Ihnen die Nutzung des Grünabfallsackes im Rahmen der wöchentlichen Hausmüllabfuhr oder bei größeren Mengen eine Direktanlieferung zum Wertstoffhof Breinermoor.
Bitte informieren Sie bei Direktanlieferung den Mitarbeiter vor Ort über den Befall.
Sollten Sie die Entsorgung von gebündelten Schnittgut über die Baum- und Strauchschnittabfuhr nutzen – bitte auch hier die Liegezeiten des befallenen Materials kurz halten, um eine Verbreitung zu vermeiden.


Wichtige Information:

Landkreis weist auf zeitlich begrenztes Schneideverbot hin
Befallene Gehölze dürfen nur von Oktober bis Februar entfernt werden

Aktuell ist das Buchsbaumsterben nicht nur im Landkreis Leer sondern im gesamten Land verbreitet. Ursache ist, neben einem pilzlichen Erreger, der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis), der das Blattwerk kahl frisst. Die Pflanze stirbt danach innerhalb kurzer Zeit ab.

Auch wenn die Entfernung der - aufgrund des Befalls - abgestorbenen oder absterbenden Gehölze naheliegend scheint, wird auf die Vorgabe des § 39 Bundesnaturschutzgesetz hingewiesen. Demnach dürfen in der Zeit vom 01.03. bis zum 30.09. eines jeden Jahres Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, nicht beseitigt werden. Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze, wozu der Buchsbaum und die Buchsbaumhecken zählen, dürfen grundsätzlich nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Dies gilt auch für gärtnerisch genutzte Grundflächen wie Hausgärten.

Dieses zeitlich beschränkte Schneideverbot dient dem allgemeinen Schutz aller Arten, die auf diese Gehölze angewiesen sind. Das betrifft auch abgestorbene oder absterbende Gehölze, da auch diese als Lebensstätte zu betrachten sind.

Der Landkreis empfiehlt darüber hinaus, Schnittgut bzw. Pflanzenteile der befallenen Buchsbäume über den grünen Abfallsack oder bei größeren Mengen über den Wertstoffhof zu entsorgen. Bei einer Eigenkompostierung wird die für die Abtötung der Raupe erforderliche Temperatur nicht sicher erreicht.